nachdenkliches

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Agnes –Leonie

 

Wir haben auf dich gewartet , wir haben dich gefühlt ..

Wir haben deine Tritte gegen die Bauchdecke belächelt.

Wir haben uns vorgestellt wie du aussehen  wirst ,

wie der Klang deiner Stimme sein wird .

Und dann war es da , dieses Ereignis auf das wir 39 Wochen gewartet haben.

39 Wochen ...voller Vorfreude aber auch voller Sorge.

Du kamst auf die Welt , hast uns verblüfft durch deine Schönheit.

40 Minuten hast du verweilt bei uns .

Dich gehen lassen zu müssen war als würde der Himmel die Sonne verlieren.

Unsagbar grausam ist der Schmerz .

Du bleibst in uns, unser Leben lang und bist der hellste Stern am Himmel.

 

*22.02.2003   3.20Uhr

+22.02.2003   4.00Uhr

 

In Liebe,  Deine Familie

 

                                                 

Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergnügen...
Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.

(Antoine de Saint-Exupéry)

                                                         

Du gingst fort von Deinen Augen, fort von Deinem Mund,gingst von deinen Händen fort.

 Wohin du gingst? Keiner kennt den Ort,Keiner kehrt zurück von dort.

 Wir wissen Wir wissen nicht wohin wir gehen wenn wir Augen ,Mund und Hände hier zurückgelassen haben.

die uns liebten, werden sie unter rosa Tausendschön und Vergißmeinnicht begraben.

                                                           

Denk Dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weissen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen,
verschwindet es.
Da sagt jemand: nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: es kommt.
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont
ist nichts anderes als die Grenze
unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

(Peter Streiff)

                                                                      

Das Sterben

Vielleicht ist es kein Weggehen,
sondern Zurückgehen?
Sind wir nicht unterwegs
mit ungenauem Ziel
und unbekannter Ankunftszeit,
mit Heimweh im Gepäck?
Wohin denn sollten wir gehen
wenn nicht
nach Hause zurück?

Anne Steinwart

                                                

Jetzt bist du schon gegangen, Kind, Und hast vom Leben nichts erfahren, Indes in unsern welken Jahren Wir Alten noch gefangen sind. Ein Atemzug, ein Augenspiel, Der Erde Luft und Licht zu schmecken, War dir genug und schon zuviel; Du schliefest ein, nicht mehr zu wecken. Vielleicht in diesem Hauch und Blick Sind alle Spiele, alle Mienen Des ganzen Lebens dir erschienen, Erschrocken zogst du dich zurück. Vielleicht wenn unsre Augen, Kind, Einmal erlöschen, wird uns scheinen, Sie hätten von der Erde, Kind, Nicht mehr gesehen als die deinen."

©Hermann Hesse                                              

                                                  

Wir sollen nicht trauern, dass wir die Toten verloren haben,
sondern dankbar dafür sein, dass wir sie gehabt haben, ja auch jetzt noch besitzen:
denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der
Gottesfamilie und ist nur vorausgegangen.

Hieronymus



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